BTTB-Biographie:
FC Kahuna
X-Sessions von FC Kahuna:
BTTB X-005 - Do, 12.03.98 (evosonic FM)
Freitag, 22. August 1997. Holger, Roy (beide von Scorpio Radio) und ich (Marcus, BTTB) sind seit Mittwoch in London und vor uns liegt das Carnival Weekend. Eben waren wir noch im Blood Brothers Control Tower, dem Studio von Pressure Drop, wo wir eine Album-Presentation-Show für Pressure Drop's neues Album Elusive produziert haben. Jetzt haben wir nur noch ein Ziel auf das wir uns schon seit Wochen freuen: Das Jazzcafé und das Smithfields in der Farringdon Street werden heute für eine Party unter dem Motto Freaky Dancin' vereint. Auflegen sollen die Kahuna Brothers, die gleichzeitig Veranstalter sind und deren Namen uns nicht besonders viel sagen. Gast-DJ und gleichzeitig der Grund für unsere Vorfreude ist Norman Cook a.k.a. Fatboy Slim.
Schon die Location ist unglaublich: Oben im Jazz Café laufen sehr relaxte Klänge, eine Etage tiefer befindet sich ein Backsteingewölbe in dem HipHop und Drum'n'Bass gespielt wird. Folgt man den schmalen Gängen, an deren Seiten sich Nischen mit Tischen und Bänken befinden, so kommt man ins Smithfields, dem größten Raum des Gewölbes. Dort ist in einer dieser Nischen die DJ-Kabine untergebracht. Zunächst legt Carl Clarke (Urban DK, Critical Mass) auf, danach folgen die Kahuna Brothers und ab 01 Uhr legt Fatboy Slim auf. Der Sound ist phantastisch, der Druck der aus den Boxen kommt enorm. Wie in allen Londoner Clubs ist die Stimmung auch hier ausgelassen: Alles tanzt ekstatisch auf der Tanzfläche und in den Gängen, die Crew verteilt Eis zum abkühlen und die DJs mixen Big Beats wie man es sich besser nicht vorstellen kann. Da es das Carnival-Weekend ist laufen natürlich viele Stücke mit brasilianischen Einflüssen, etwa "Everybody Loves A Carnival" von Fatboy Slim selbst.
Freaky Dancin' ist nur das Motto dieser Party-Reihe die schon seit zwei Jahren im Smithfields stattfindet und als Big Kahuna Burger bekannt geworden ist (seit Anfang 1998 ist die Party-Reihe ins Mars in die Sutton Row 12 umgezogen). Neben Fatboy Slim haben hier schon alle Big-Beat-Größen aufgelegt: Derek Dahlarge, The Freestylers, Darren Emmerson, David Holmes und so weiter.
Es gibt aber nicht nur die Parties sondern auch das Label Kahuna Cuts, das hierzulande zwar noch nicht allzu bekannt ist, das im Frühjahr aber mit diversen neuen Maxis schnell zu Ruhm kommen wird. Unter anderem konnte man DJ Kool aus New York lizenzieren (VÖ im März).
Und natürlich machen die Kahuna Brothers auch selbst Platten. Ihre Debut-Single You Know It Makes Sense / What Is Kahuna? erschien im Mai vergangenen Jahres unter dem Projektnamen FC Kahuna, enthielt einen Fatboy-Slim-Mix und war innerhalb von zwei Wochen vergriffen. Ende März wird nun der Nachfolger Bright Morning White / Killing Time On The 15th Floor erscheinen. Daneben haben die beiden Remixes für Gus Gus und Hurricane #1 produziert.
Weitere Informationen: © 1998 Marcus Maack (mail web@vinylizer.net)